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Archive for the ‘Verse und Reime’ Category

Ein wunderschönes Gedicht von

Emmy Grund, das ich mit ihrer freundlichen Genehmigung hier blogge

hier ist der Link zu ihrer Seite

emmy-grund.de/gedichte/band_2.html

Einen brauchst Du auf dieser Welt,
der mit dir weint und lacht,
einen, der unbeirrt zu Dir hält,
der Deine Probleme zu seinen macht.

Einen, der Dir Dein Glück nicht neidet,
Dich über Schwellen trägt,
einen der Dir Freude bereitet
und helle Spuren legt.

Einen, der Deine Träume kennt,
Dir Deine Schwächen vergibt,
einen, der dich beim Namen nennt
und froh ist, dass es Dich gibt.

Einen, dem Du vertrauen kannst,
der Dich wortlos versteht,
einen, mit dem Du Gespenster bannst,
ehe Dein Mut vergeht.

Einen, der Dich in die Arme nimmt,
wenn eine Hoffnung zerbricht,
einen der Deinen Saiten stimmt.
Einen brauchst Du als Licht.

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Der Mai ist mein allerliebster Monat.

Alles Grüne kommt durch und alles ist so wunderbar frisch und unverbraucht

 

 

Der Mai ist gekommen

1. Der Mai ist gekommen,
Die Bäume schlagen aus,
Da bleibe, wer Lust hat,
Mit Sorgen zu Haus!
Wie die Wolken wandern
Am himmlischen Zelt,
So steht auch mir der Sinn
In die weite, weite Welt.

2. Herr Vater, Frau Mutter,
Daß Gott euch behüt!
Wer weiß, wo in der Ferne
Mein glück mir noch blüht;
Es gibt so manche Straße,
Da nimmer ich marschiert,
Es gibt so manchen Wein,
Den ich nimmer noch probiert.

3. Frisch auf drum, frisch auf drum
Im hellen Sonnenstrahl!
Wohl über die Berge,
Wohl durch das tiefe Tal!
Die Quellen erklingen,
Die Bäume rauschen all;
Mein Herz ist wie ’ne Lerche
Und stimmet ein mit Schall.

4. Und abends im Städtlein,
Da kehr ich durstig ein:
„Herr Wirt, Herr Wirt,
Eine Kanne blanken Wein!
Ergreife die Fiedel,
Du lustger Spielmann du,
Von meinem Schatz das Liedel,
Das singe ich dazu!“

5. Und find ich keine Herberg‘,
So lieg ich zur Nacht
Wohl unter blauem Himmel,
Die Sterne halten Wacht;
Im Winde die Linde,
Die rauscht mich ein gemach,
Es küsset in der Frühe
Das Morgenrot mich wach.

6. O Wandern, o Wandern,
Du freie Burschenlust!
Da wehet Gottes Odem
So frisch in die Brust;
Da singet und jauchzet
Das Herz zum Himmelszelt:
Wie bist du doch so schön,
O du weite, weite Welt!

Auch hier im Garten gibt es jeden Tag etwas zu bestaunen und der Anblick entschädigt mich für das schrecklich viele Eichenlaub im Herbst

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Heinrich Heine:

Die blauen Frühlingsaugen
Schaun aus dem Gras hervor;
Das sind die lieben Veilchen,
Die ich zum Strauß erkor.
Ich pflücke sie und denke,
Und die Gedanken all,
Die mir im Herzen seufzen,
Singt laut die Nachtigall.

Ja, was ich denke, singt sieelfetanzt
Lautschmetternd, daß es schallt;
Mein zärtliches Geheimnis
Weiß schon der ganze Wald.

 

 

 

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es schneit

 

 

 

 

Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt
Tausend Kindlein stehn und schauen,

Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heilges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigts wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

Joseph von Eichendorff (1788 – 1857)

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Herbst

Was sagt‘ der Herbst der Ros‘ ins Ohr,
daß sie die Munterkeit verlor?
Er mahnt‘ sie an die Nichtigkeit
der Treue, die der Lenz ihr schwor.
Sie reißt entzwei den Schleier, den
sie nahm, als er zur Braut sie kor;
Und wie sie bleich vom Throne sinkt,
erseufzt der Nachtigallen Chor.
Wer brach entzwei das Lilienschwert?
So blank geschliffen war’s zuvor.
Die Tulp‘ entfloh so eilig, daß
den Turban sie am Weg verlor.
Beschämt senkt der Jasmin sein Haupt,
weil ihm der Ost die Locken schor.
Es streut der Wind mit voller Hand
von Bäumen Blättergold empor.
Das dürre Laub schwirrt durch die Luft
wie Fledermäus‘ aus Gräbertor.
Das Totenlied der Schöpfung spielt
der Herbstwind auf geknicktem Rohr.
Die finstre Tanne trägt den Schnee
wie weißen Bund ums Haupt ein Mohr.
Der Berg nahm weißen Hermelin,
weil ihm die nackte Schulter fror.
O sieh des Jahrs Verwüstung an
und hole frischen Wein hervor!
Die Sonne sandt‘ uns, eh sie wich,
den jungen Most ins Haus zuvor,
Daß er uns leucht‘ an ihrer Statt,
wann ihre Kraft dämpft Wolkenflor.
Sieh, wie des Wintergreises Grimm
des Frühlingskindes Hauch beschwor.
Er weckt in Bechertönen ein‘
verzaubert‘ Nachtigallenchor,
Und trunkne Blicke sich ergehn
auf schöner Wangen Rosenflor.
Du trink, und seufz‘ im Winter nicht;
denn auch im Frühling seufzt ein Tor.

Friedrich Rückert

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Gedanken im Oktober

Einmalig schön schimmert der Wald
Sonnenschein lässt Blätter in allen Farben leuchten
Selbst das Wasser in Teichen und Seen reflektiert bunt
Weggeblasen sind alle trüben Gedanken
Das Leben ist schön, so schön wie dieser herrliche sonnige Oktobertag

Ich sauge die Sonnenstrahlen in mich hinein, tanke auf und speichere sie für die kommenden Tage
Ach würden nach diesen schönen sonnigen Stunden nicht trübe Novemberstunden folgen
Doch daran verschwenden wir jetzt noch keine Gedanken
Wir leben jetzt und heute und das Heute ist schön……

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Sah ein Knab ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden;
War so jung und morgenschön,
Lief er schnell, es nah zu sehn,
Sah’s mit vielen Freuden,
Röslein, Röslein Röslein rot.
Röslein auf der Heide.

Knabe sprach: „ich breche dich,
Röslein auf der Heiden“;
Röslein sprach „ich steche dich,
Dass du ewig denkst an mich,
Und ich wills nicht leiden“
Röslein, Röslein Röslein rot.
Röslein auf der Heide.

Und der wilde Knabe brach
s’Röslein auf der Heiden.
Röslein wehrte sich und stach,
Half ihm doch kein Weh und Ach,
Musst‘ es eben leiden.
Röslein, Röslein Röslein rot.
Röslein auf der Heide.

Johann Wolfgang von Goethe

Im Moment ist es ein bisschen wie Urlaub, das schöne Wetter lässt uns den Garten genießen und das Wohnzimmer nach draußen verlegen.

und dahin zieht es mich jetzt auch, allerdings ist erstmal ein bisschen Gartenarbeit angesagt.

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